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OTC-Geschäft im Internet wuchs sowohl nach Menge als auch nach Wert

QuintilesIMS legte Marktzahlen für den Apotheken-Versandhandel mit rezeptfreien Arznei- und Gesundheitsmitteln, Kosmetika, Produkten zur Ernährung und medizinischem Sachbedarf in Deutschland für 2016 vor.

Demnach wuchs das OTC-Geschäft bei Bestellung im Internet nach Wert um rund 17%, nach Menge um rund 13%. Demgegenüber verzeichneten die Vorort-Apotheken 2016 nur ein Umsatzplus von 2%, die Zahl der verkauften Einheiten ging sogar um rund ein Prozent zurück.

Der Gesamtmarkt rezeptfreier Produkte (Versandhandel und Umsatz in Standort-Apotheken) wuchs 2016 in Deutschland um 3%.

Von einem Gesamtumsatz in der Höhe von 12,9 Milliarden Euro (effektive Verkaufspreise) mit rezeptfreien Produkten entfiel 2016 in Deutschland auf den Versandhandel ein Betrag von knapp 1,6 Milliarden Euro – das entspricht einem Anteil von 12%. Von 2015 auf 2016 wuchs somit der Anteil des Vertriebskanals „Internet“ am Gesamtmarkt mit rezeptfreien Produkten von 11 auf 12 Prozent.

Der größte Umsatz- wie auch Mengenanteil entfällt auch im Versandhandel mit 77 % bzw. 80 % nach wie vor auf Arznei- und Gesundheitsmittel. Den zweitgrößten Anteil vereint das Segment der Produkte zur Körperpflege und Kosmetik (15 %/13 %) auf sich, gefolgt von Artikeln des medizinischen Sachbedarfs (Tests, Messinstrumente usw.) und Ernährungsprodukten.

Das stetige Wachstum des Versandhandels mit OTC-Präparaten führt QuintilesIMS auf mehrere Gründe zurück. Einerseits wachse die Produktpalette der im Internet angebotenen Präparate, andererseits habe der Versand an Schnelligkeit gewonnen. Das Service der Internetapotheken werde immer komfortabler, das werde von den Konsumenten honoriert, so QuintilesIMS.

„Die elektronische Bestellung von Produkten aus der Apotheke hat sich inzwischen als normaler Einkaufsweg etabliert. Der Verbraucher bestellt Medikamente für den Akutbedarf wie auch zur Vorsorge, nimmt aber auch Angebote aus anderen Produktbereichen, wie etwa der Apothekenkosmetik wahr“, sagt Marlies Spiegel, Expertin für den Bereich Consumer Health bei QuintilesIMS.

Das Internet bewährt sich zudem als Quelle bei der Recherche zu Gesundheitsthemen. Verbraucher informieren sich online über Erfahrungen anderer Betroffener, über Preise und Produkte, Wirkungen und Nebenwirkungen von Präparaten.

Hersteller haben diesen Trend erkannt und nutzen das Internet, um für ihre Produkte zu werben und Zusatzinformationen anzubieten. Die Vernetzung von Suchergebnissen und Produktempfehlungen, sowie die Verlinkung zu Produktseiten und Onlineshops ist bereits weit fortgeschritten. „Oftmals erscheinen bei der Suche nach bestimmten Produkten zuoberst die Angebote von Versandhändlern noch vor der Herstellerseite und auf der Produktseite schon der Hinweis zum Online-Shop“, heißt es bei QuintilesIMS.