AESGP

Igepha - The Austrian Self Care Association


Für eine gesunde
Zukunft

50 Jahre IGEPHA

 

IGEPHA setzt sich durch

Andere Verbände der Pharmawirtschaft reagierten skeptisch auf die Gründung der IGEPHA am 12. Oktober 1967 in Wien. Dennoch stieg die Mitgliederzahl der Self Care-Organisation stetig an.
Diese Vereinigungen befürchteten anfangs eine Zersplitterung der Interessenvertretung der Pharmawirtschaft und rieten ihren Mitgliedern von einem Beitritt zur IGEPHA ab. Offenbar bestand die Sorge, ein Engagement für die Selbstmedikation könnte negative Auswirkungen auf das „ethische“ Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln haben oder die Sympathie der Verbraucher für den rezeptfreien publikumsbeworbenen Sektor in „unerwünschter“ Weise stärken.

In kleinen Schritten ging es voran, wenn auch Rückschläge zu verzeichnen waren, etwa durch das Rezeptpflichtgesetz 1972, das sogar zu einer Einengung der Rezeptfreiheit beitrug: „Gelegentlich vorkommender Missbrauch wurde nicht zum Anlass für eine Verbesserung der Information, sondern zur Verhängung der Rezeptpflicht genommen“, kritisierte IGEPHA Geschäftsführer Heinrich Rosenkranz anlässlich der Jubiläums-Tagung der IGEPHA 1992.

Vor allem das Engagement der IGEPHA für praxistaugliche Regelungen der Laienwerbung in den 1970er- und 1980er-Jahren spiegelte sich in einem steigenden Ansehen und einer wachsenden Mitgliederzahl wider.

1973 bekundeten fünf weitere bedeutende Firmen durch ihren Beitritt ihre Solidarität mit dem Engagement der Interessengemeinschaft und stießen mit diesem Impuls einen Gesinnungswandel an.

Überliefert ist die Geschichte einer der heute größten OTC-Firmen Österreichs, deren oberste Firmenleitung der Gründung der IGEPHA keineswegs wohlwollend gegenübergestand und dementsprechend jegliche finanzielle Unterstützung der Interessengemeinschaft verbot – ein Verbot, über das sich der lokale Geschäftsführer besagter Firma als enger Freund des IGEPHA Geschäftsführers Heinrich Rosenkranz geschickt hinwegzusetzen wusste: Er ließ der Self Care-Organisation unter anderem Titel Leistungen zukommen – worüber selbstverständlich strenges Stillschweigen bewahrt werden musste. Andernfalls hätte der mutige Manager mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen müssen …