Warum vertrauen die Europäer ihren Nahrungsergänzungsmitteln?

Freitag, 23. September 2022

Neun von zehn haben NEM-Erfahrung!

Vitamin D, gefolgt von Vitamin C und Magnesium: Das ist die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel in Europa, wo 88% der Menschen zumindest irgendwann in ihrem Leben ein NEM eingenommen haben.

Welche Rolle spielen Nahrungsergänzungsmittel im Gesundheitsleben europäischer Bürgerinnen und Bürger? Dieser Frage ging eine Studie nach, die in der zweiten Maihälfte 2022 in 14 EU-Ländern durchgeführt wurden. Je 1000 Personen wurden in folgenden Ländern befragt: Belgien, Tschechien, Dänemark, Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Rumänien, Slowenien, Finnland und Schweden. In Zypern wurden 250 Personen befragt. Insgesamt wurden 13.249 Interviews mit über 18-jährigen Personen durchgeführt.

Ein Großteil der Europäer nimmt NEM

Fast neun von zehn der Befragten, nämlich 88%, haben bereits irgendwann in ihrem Leben ein Nahrungsergänzungsmittel verwendet und die meisten aus dieser Gruppe, nämlich 93%, haben Nahrungsergänzungsmittel während der vergangenen zwölf Monate konsumiert.

Am häufigsten verwendet: Vitamin D, Vitamin C und Magnesium

Am häufigsten wurden während der vergangenen zwölf Monate Vitamin-D-Präparate verwendet (46%), gefolgt von Vitamin C (36%), Magnesium (33%), Multivitamin- oder Mineralstoff-Supplementen (29%), Omega-3- oder Fischöl-Präparaten (19%), Vitamin B oder B-Komplex (17%), Eisen und Kalzium (je 14%). Zink wurde von 13% der NEM-Verwender in den vergangenen zwölf Monaten konsumiert, Probiotika von 12%.

45% nehmen mehr als zwei Präparate

Rund ein Drittel (32%) von jenen Personen, die in den vergangenen zwölf Monaten NEM verwendeten, haben ein Supplement konsumiert, rund ein Viertel (23%) zwei. 45% verwendeten mehr als zwei (17%: drei Produkte, 10%: vier, 18%: fünf oder mehr).

Im Durchschnitt werden 2,4 unterschiedliche NEM pro Person verwendet. Überdurchschnittlich viele verschiedene NEM werden in Polen verwendet (vier pro Person), ebenso in Rumänien (3,6), Tschechien (3,1), Slowenien und Finnland (je drei).

Mehr oder weniger regelmäßige Einnahme

Die Befragten berichteten über ganz unterschiedliche Frequenzen der Einnahme: Oft werden NEM regelmäßig verwendet, bisweilen fallweise oder je nach Jahreszeit.

Wer Omega 3-Produkte oder Fischöl konsumiert, tut dies meist regelmäßig: 63% der Verwender bestätigten das. 56% der Verwender nehmen regelmäßig Ballaststoffe, 54% tun dies bei ihren Vitamin-D-Präparaten, 51% bei Kalzium, und je 50% bei Magnesium und Folat/Folsäure. Andere Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise Probiotika, Prebiotika, Eisen und Enzyme, wurden typischerweise fallweise oder saisonal konsumiert.

Was wird täglich genommen?

Untersucht wurde auch, ob NEM täglich, wöchentlich oder in längeren Abständen eingenommen wurden.

Dabei zeigte sich, dass die Mehrheit der Befragten Multivitamin-Präparate, Mineralstoff-Supplemente, Vitamin D, Folate, Folsäure und Omega-3- oder Fischöl-Präparate täglich einnimmt. Andere Nahrungsergänzungsmittel, z. B. Vitamin A, Probiotika, Prebiotika, Enzyme und Mangan, wurden von rund der Hälfte der Verwender entweder einmal pro Woche oder seltener eingenommen – immer dann, wenn man daran dachte oder nach Bedarf.

Und wie schaut es mit dem Motiv aus?

Mehr als die Hälfte (52%) jener Menschen, die NEM innerhalb des vergangenen Jahres verwendet haben, gaben an, dass sie dies taten, um ihren allgemeinen Gesundheitszustand zu stärken. 45% wollten damit ihr Immunsystem unterstützen. Weitere Beweggründe, NEM zu konsumieren, waren:

  • Für mehr Energie
  • Für die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln
  • Für den Verdauungstrakt oder als verdauungsförderndes Mittel
  • Für die Herzgesundheit oder für den Blutdruck

Welche Informationsquellen werden genützt?

40% der Befragten gaben an, sich bei Ärzten oder anderem medizinischen Fachpersonal über NEM zu informieren, 31% holen sich bei Pharmazeuten Rat. 25% informieren sich im Internet, 21% bei Freunden, Familienangehörigen oder Kollegen. Selten werden Beipacktexte als Informationsquelle genützt (10%), Bücher oder medizinische Zeitschriften (9%) sowie Ernährungsberater oder Kräuterexperten (8%).

Hohes Vertrauen in Marken

Sieben von zehn Befragten (69%) gaben an, dass sie jenen Informationen vertrauen, die vom Hersteller des Nahrungsergänzungsmittels zur Verfügung gestellt werden. Rund ein Viertel berichtete über ein gewisses Misstrauen gegenüber der Industrie.

Ein hohes Vertrauen zu Herstellern und Marken wurde vor allem in Deutschland festgestellt (73%), in Italien (85%) und in den Niederlanden (76%). Geringer ist das Vertrauen in den skandinavischen Ländern (Schweden: 61%, Dänemark und Finnland: 66%), sowie in Tschechien (64%), Slowenien (63%) und Zypern (62%).

NEM werden meistens in der Apotheke gekauft

Annähernd zwei Drittel jener Personen, die jemals NEM konsumiert hatten, kauften die Produkte in der Apotheke (63%), ein Viertel im Supermarkt, 15% in Gesundheitsläden, weitere 15% bestellten auf Websites, die sich auf NEM spezialisiert haben, 10% direkt auf der Website des Herstellers.

Was ist kaufentscheidend?

Interessant ist auch, welche Kriterien die Kaufentscheidung bei NEM beeinflussen. Am wichtigsten sind dabei die Herstellerangaben zu Inhaltsstoffen und Nährstoffen: 84% der Befragten gaben an, sich daran zu orientieren. Für 85% ist der Preis oder das Kosten-Nutzen-Verhältnis wichtig, 81% gaben an, dass für sie eine vertrauenswürdige Empfehlung ein Kaufgrund sei. 66% wählen Produkte nach der Darreichungsform aus. Für 56% ist wichtig, ob es sich um ein Bio-Produkt, Naturprodukt oder gentechnikfreies Produkt handelt. Auch ob die Verpackung recyclebar ist, spielt eine Rolle (für 50% der Befragten). 45% wählen Produkte nach dem Markennamen aus.

Hohes Maß an Therapietreue

Neun von zehn jener Personen, die jemals NEM konsumiert hatten, gaben an, den Empfehlungen am Produktlabel zu folgen. Sieben von zehn bestätigten, dass für sie die Informationen über die Inhaltsstoffe gut verständlich seien. 65% gaben an, dass die Informationen am Label zu den Eigenschaften des Produkts ausreichend seien. 72% vertrauen in die Sicherheit und Qualität der NEM.

Acht von zehn gaben an, Produktinformationen immer oder für gewöhnlich zu studieren, um sich über die empfohlene Dosierung und Häufigkeit der Verwendung zu informieren, sieben von zehn tun dies, um mehr über die gesundheitlichen Vorteile des Produkts zu erfahren. 67% nützen die Produktinformation, um über allfällige Neben- oder Wechselwirkungen Bescheid zu wissen, und ebenso viele, um mehr über die Inhaltsstoffe zu erfahren. 65% sagten, dass sie in die Produktinformation schauen, um herauszufinden, ob jemand das Produkt besser nicht nehmen sollte.

Was zeichnet NEM-„Verweigerer“ aus?

Nur 10% der Teilnehmer haben noch niemals NEM eingenommen. 45% aus dieser Gruppe sagten, sie hätten noch niemals das Bedürfnis verspürt, NEM einzunehmen. 31% sind überzeugt, mit ihrer Nahrung alle Nährstoffe aufzunehmen.

Weitere Gründe, kein NEM zu nehmen, waren:

  • Abneigung, Pillen zu schlucken (14%)
  • Supplemente sind zu teuer (12%)
  • Zu wenig Information darüber, welches NEM das richtige wäre (10%)

Nur 3% gaben Sicherheitsbedenken an oder Skepsis hinsichtlich der Regulierungsbestimmungen (4%).

46% jener Personen, die noch nie ein NEM eingenommen hatten, gaben an, sie würden darüber nachdenken, wenn ein Arzt oder ein anderer Gesundheitsexperte ihnen dies empfehlen würde. 21% sagten, dass für sie die NEM-Einnahme in Frage käme, wenn sich ihr Gesundheitsstatus ändern würde. Immerhin 36% gaben an, nichts könne sie von ihrer ablehnenden Haltung gegenüber NEM abbringen.

Quelle: Consumer survey on food supplements in the EU. Durchgeführt von Ipsos im Auftrag von Food Supplements Europe (FSE). Link zur Studie (in englischer Sprache)

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