E-Nummern, nein danke?

Mittwoch, 29. September 2021

Lebensmittel-Zusatzstoffe – ein heißes Thema. Vier von fünf Konsumenten versuchen z. B. Geschmacksverstärker, Süßstoffe und Farbstoffe zu vermeiden.

Man erkennt sie an dem „E“ in Kombination mit einem Nummerncode: Jene Zusatzstoffe, die für Lebensmittel und damit auch für Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden dürfen.

Farbstoffe geben den Produkten ein attraktives Aussehen, Konservierungsstoffe verlängern die Haltbarkeit, Emulgatoren verbessern die Struktur, Süßstoffe sorgen für einen angenehmen Geschmack.

Aus Hersteller-Sicht spricht vieles für die Verwendung von Lebensmittel-Zusatzstoffen. Andererseits geht die Beliebtheitskurve der E-Nummern steil bergab.

In Europa erhält ein Lebensmittel-Zusatzstoff eine E-Nummer, wenn er bewertet und für sicher befunden wurde.

Natürlich und künstlich

Dass viele Lebensmittel-Zusatzstoffe natürlichen Ursprungs sind, ist vielen Konsumenten nicht bekannt oder bewusst. Der häufig verwendete Zusatzstoff „E-300“ steht für Ascorbinsäure, also Vitamin C. Andere natürliche Zusatzstoffe sind Lycopin, Pektin, Carotine, Riboflavin, Apfelsäure und Citronensäure.

Daneben existieren selbstverständlich E-Nummern, die auf künstlich hergestellte Substanzen verweisen.

Bei der Beurteilung der in einem Produkt enthaltenen Lebensmittel-Zusatzstoffe wird aber häufig nicht zwischen „natürlich“ und „künstlich“ differenziert.

Der Trend bei der Entscheidung am Verkaufsregal geht pauschal in Richtung „sauberes Etikett“: Das Produkt sollte aus Sicht vieler Konsumenten am besten frei von allen E-Nummern sein.

Was hält der Konsument von den E-Nummern?

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) führte in Deutschland eine Umfrage durch, um herauszufinden, wie die Bevölkerung Lebensmittel-Zusatzstoffe derzeit bewertet. Die Ergebnisse sind ziemlich interessant – auch für NEM-Hersteller!

Es scheint, dass die Mehrheit der Verbraucher in Deutschland eine negative Wahrnehmung von Lebensmittel-Zusatzstoffen hat. Und wir gehen mal davon aus, dass es in Österreich nicht viel anders sein wird.

Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass sie beim Kauf von Lebensmitteln versuchen, bestimmte Zusatzstoffe zu vermeiden.

Geschmacksverstärker, Süßstoffe und Farbstoffe gehörten zu den am meisten gemiedenen Substanzen, wobei bis zu 84 % der Befragten angaben, dass sie diese Kategorien beim Lebensmitteleinkauf aktiv zu vermeiden versuchen.

60% der Befragten gaben an, dass sie auf Konservierungsstoffe verzichten wollen, 43 % versuchen, Produkte ohne Emulgatoren zu wählen.

Welche Ängste spielen mit?

Das BfR hat auch gefragt, welche Gesundheitsrisiken die Verbraucher mit Lebensmittel-Zusatzstoffen in Verbindung bringen.

Die Befragten nannten jeweils bis zu drei Risiken. 27 % der Verbraucher befürchten Unverträglichkeiten, 26 % bringen Zusatzstoffe mit Krebs in Verbindung, 23 % mit Fettleibigkeit, 17 % mit Diabetes und 10 % mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Außerdem zeigten die Ergebnisse, dass die Verbraucher mit bestimmten Lebensmittel-Zusatzstoffen nicht vertraut sind. So gaben 75 % der Befragten an, dass sie noch nie von Titandioxid (E 171) gehört hatten.

Das könnte sich bald ändern, weil die Medien heuer sehr viel über Titandioxid berichtet haben, nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) entschieden hatte, dass Titandioxid als Lebensmittelzusatzstoff nicht mehr sicher ist.

Zu befürchten ist, dass sich das Image der E-Nummern dadurch nicht verbessern wird.

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