Igepha - The Austrian Self Care Association


Für eine gesunde
Zukunft

Come Together 2019 – Willkommen im Grand Ferdinand!

„Seien Sie nicht Kodak …“

Über den Dächern von Wien, genauer in der Grand Étage des Grand Ferdinand Hotel, traf sich die Self Care-Branche am 24. Jänner 2019 zur traditionellen Jahresauftaktveranstaltung der IGEPHA, dem Come Together. Nach einem eindrucksvollen Exkurs in die Zukunft des Digitalen, den Christoph Schmutz, ehemals CIO der ÖBB und Co-Founder der Wiener Digital-Agentur Ceyond, unternahm, nützten die Gäste das charmante Ambiente zum geselligen Networking.

In seiner Begrüßung stellte IGEPHA Präsident Dr. Gerhard Lötsch das neue Teammitglied der IGEPHA vor: Dr. Reka Szathmary ist ab sofort als Regulatory Managerin für die Self Care-Industrie tätig. Souverän hieß Gerhard Lötsch die gebürtige Ungarin in ihrer Muttersprache willkommen.

Danach ging das Mikrofon an Christoph Schmutz in seiner Funktion als ehemaliger CIO der ÖBB Personenverkehr AG in Deutschland und Zweitplatzierter beim Wettbewerb um die besten CIOs des Jahres 2017. Heute verhilft Schmutz bei Ceyond Top-Führungskräften zu digitaler Präsenz, Relevanz und schlussendlich Berühmtheit.

Mit einem Statement des israelischen Universalhistorikers Yuval Harari stieg Christoph Schmutz in seinen Vortrag ein. Harari habe folgende Prognose abgegeben: Während der vergangenen 100 Jahre habe die Menschheit danach gestrebt, Wohlstand und Frieden zu erreichen. Während der nächsten 100 Jahre werde es darum gehen, unsterblich zu werden.

Unsterblich werden …
Dazu werde, so wandte sich Christoph Schmutz mit einem Augenzwinkern an sein Publikum, wohl vor allem die pharmazeutische Industrie beitragen, aber auch „ein bisschen“ die digitale Technologie.

Noch nie in der Geschichte der Menschheit habe sich so viel so schnell verändert, sagte Schmutz. Noch nie hatten wir Menschen so viel reelle Lebenszeit zur Verfügung – und doch gleichzeitig das Gefühl, so wenig Zeit zu haben. Stress und Burnout seien zu Alltagsphänomenen geworden. Disruption – dieser Begriff habe sich vor drei Jahren noch gar nicht in seinem Wortschatz befunden, erwähnte Christoph Schmutz.

Was kommt nach der App?
Was sei darunter zu verstehen? Der Experte brachte es auf den Punkt: „Wir haben traditionelle, etablierte Ökosysteme und plötzlich kommt da ein Neuer und grätscht sich mit einer App genau vor den Endanwender. Die App bietet Transparenz, Convenience und manchmal niedrigere Preise und bekommt so die Macht, ein ganzes System zu verändern.“

Dabei sind Apps noch lange nicht das Ende der disruptiven Entwicklung. Christoph Schmutz warf einen Blick in die gar nicht so ferne Zukunft und überlegte, was nach der App kommen könnte. Speziell für den Gesundheitssektor könne er sich hier Lösungen in den Bereichen der E-Health, der Digital Health und der Mobile Health vorstellen.

Der nächste revolutionäre Schritt
Self tracking, Big Data und künstliche Intelligenz, die in Daten Muster erkennt – das werden vermutlich die nächsten revolutionären Schritte nach Penicillin und Röntgen sein, auf dem Weg zu einer besseren, nachhaltigeren Gesundheit.

Mit digitaler Unterstützung können Gesundheitsdienstleistungen optimiert, Therapien erfolgreicher durchgeführt, Arzneimittelwechselwirkungen vermieden und Krankenhausaufenthalte reduziert werden, so Schmutz.

Dabei könne, so meinte der IT-Experte, die OTC-Industrie tatsächlich eine Vorreiterrolle übernehmen: Für rezeptfreie Produkte werde es einfacher sein, „im digitalen System Platz zu nehmen“, als für den rezeptpflichtigen Bereich.

„… seien Sie Google!“
Künftig gehe es um Partnerschaften mit den „Digital Giants“ wie Google, Amazon, Facebook, Apple und Alibaba. „Seien Sie nicht Kodak – seien Sie Google!“, gab Christoph Schmutz den Come Together-Gästen mit auf den Weg in ein erfolgreiches Jahr 2019.