Igepha - The Austrian Self Care Association


Seriöse Werbung
für wertvolle Produkte

Wie funktioniert der IGEPHA Werbecodex?

Wird ein Verstoß eines der Mitgliedsunternehmen gegen Gesetze oder den IGEPHA Werbecodex befürchtet, so kann der Vertreter eines anderen Mitgliedsunternehmens bei der IGEPHA Geschäftsführung eine Beschwerde einbringen. Wir leiten die Beschwerde an das betroffene Unternehmen weiter, ohne den Namen des Beschwerdeführers zu nennen.

Ablauf eines Werbeverstoß-Verfahrens

Die IGEPHA fordert das betroffene Unternehmen auf, innerhalb von zehn Werktagen eine Stellungnahme zum Vorwurf des  Beschwerdeführers abzugeben. Akzeptiert der Beschwerdeführer diese Stellungnahme, wird das Verfahren mit der Akzeptanz der Stellungnahme geschlossen (Verfahren settled).

Kommt es zu einer Ablehnung der Stellungnahme durch den Beschwerdeführer, wird der IGEPHA Fachausschuss für den Werbecodex eingeschaltet: Der Fachausschuss prüft die Berechtigung der Beschwerde und je nach Schweregrad und Hartnäckigkeit erfolgt die Anordnung einer Sanktion:

  • Bekanntgabe des Verstoßes unter Namensnennung des beanstandeten Unternehmens in einer IGEPHA Publikation,
  • Information von Verbänden und Institutionen,
  • Information des Generalsekretariats der AESGP unter Namensnennung des beanstandeten Unternehmens,
  • Information der Muttergesellschaft des beanstandeten Unternehmens oder zuletzt
  • Ausschluss aus der IGEPHA.

Gegen die Entscheidungen des Fachausschusses ist kein Rechtsmittel möglich. Auch das Vereinsschiedsgericht kann nicht angerufen werden.

Beschwerdeeinbringung

Alle Formvorschriften zur Einbringung einer Beschwerde finden Sie hier.


WIWE-Schutzverband

Fast alle Beschwerdefälle können im Zuge dieses Verfahrens gelöst werden. Gelingt eine Konfliktlösung nicht, so besteht die Möglichkeit, mit Unterstützung des Schutzverbandes zur Förderung des lauteren Wettbewerbs im In- und Ausland („WIWE“) den Gerichtsweg zu beschreiten. Die IGEPHA kann selbst aufgrund von Verstößen gegen den Werbecodex kein Gerichtsverfahren anstrengen. Um dennoch eine Möglichkeit zu schaffen, eine gerichtliche Lösung des Konfliktes herbeizuführen, wurde 2014 der Beitritt zum WIWE-Schutzverband beschlossen.

Beschwerdeführer sind somit berechtigt, sich unter Berufung auf die Mitgliedschaft der IGEPHA bei WIWE an den Schutzverband zu wenden und um Einleitung eines Prozesses nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb gegen die betroffene Partei zu ersuchen. Zuvor muss jedoch das gesamte Werbecodex Verfahren durchlaufen worden sein. Beurteilt WIWE die Klagschancen positiv, so bringt WIWE gegen die betroffene Partei im Namen der IGEPHA Klage ein. Der Beschwerdeführer wird dabei nicht genannt, trägt aber die Haftung für sämtliche Prozesskosten.