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Für eine gesunde
Zukunft

Mit Social Media Sympathiewerte steigern

Social Media kennen, bewerten und nutzen

Seit der Erfindung des Internets hat sich in der digitalen Kommunikation eine Revolution ereignet. Heute stellt die Nutzung von Social Media-Plattformen die häufigste Aktivität im weltweiten Netz dar. OTC-Unternehmen sind gefordert, über Social Media bestmöglich zu kommunizieren und zumindest professionell zu reagieren, wenn die Community mit ihnen über Social Media in Kontakt tritt.

Herkömmliche Marketing-Kommunikation verlief entlang einer Einbahnstraße als Monolog des Senders mit einer Gruppe von Empfängern. Im Fokus standen Branding und Angebot. Wer digital kommuniziert, tut das zwar nicht face-to-face, aber one-to-one in Form eines Dialogs. Inhaltlich geht es um Markenverständnis und Nachfrage.

Ein erheblicher Teil unserer täglichen Kommunikation hat sich auf das breite Feld der Social Media verlagert. Social Media-Experte Mag. (FH) Peter Bachmann (Unternehmensberatung disruption.at) kennt die aktuellen Nutzerdaten: „Zwei Milliarden Menschen nutzen Facebook (Stand: Juni 2017), eines von fünf Paaren lernt sich online kennen, LinkedIn gewinnt in jeder Sekunde zwei neue Mitglieder und wäre Wikipedia ein Buch, so hätte es 2,25 Millionen Seiten!“

Welche Relevanz haben Social Media für OTC-Unternehmen? Um diese Frage beantworten zu können, muss man sich zunächst mit den wichtigsten Social Media-Plattformen vertraut machen:

Facebook

  • gegründet 2004
  • rund zwei Milliarden User weltweit
  • in Österreich rund 3,7 Millionen aktive* User

Twitter

  • Gegründet 2006
  • Microblogging-Plattform
  • Anfangs maximal 140 Zeichen pro Tweet, seit 2017 maximal 280 Zeichen
  • Rund 330 Millionen User weltweit
  • In Österreich rund 150.000 User, davon jeder Zweite aktiv

XING

  • 2005 in Deutschland gestartet
  • rund 700.000 User in Österreich
  • für Branchennews, Kontakt mit Ratgebern/Experten, Job-Postings, Event-Ankündigungen …

Linkedin

  • 2016 Übernahme durch Microsoft
  • weltweit ca. 450 Millionen User
  • 800.000 registrierte User in Österreich
  • 2/3 davon Männer
  • größte Gruppe im Alter von 35 bis 54 Jahren

Instagram

  • gegründet 2010
  • rund 800 aktive Millionen User weltweit
  • Zweck: Fotos/Videos sammeln und teilen
  • DAS Medium der Jungen (Altersgruppe 16 bis 24 Jahre)
  • hohe Usetime – Menschen unter 25 Jahren verbringen durchschnittlich mehr als 32 Minuten pro Tag auf Instagram
  • 50 % der Unternehmen auf Instagram haben schon mal eine Story veröffentlicht

Snapchat

  • gegründet 2010
  • 173 Millionen aktive Nutzer weltweit
  • keine Zahlen für Österreich
  • junge Zielgruppe, Nischen-Plattform
  • Inhalte: Fotos und Videos, ganz wenig Text, Postings 24 Stunden lang abrufbar
  • es geht um den Moment, die Realität, um Emotionen und Authentizität

Gewusst wie

Wer Social Media für Unternehmenszwecke nutzt, muss mit den Standards, Regeln, Umfangsformen sowie mit Rhythmus und Etikette der jeweilen Plattform vertraut sein. Twitter beispielsweise ist ein Echtzeitmedium, das auch der Krisenkommunikation dienen kann. Twitter informiert über Trends, zeigt, was die Konkurrenz tut, lässt sich für den Kundensupport und als Feedback-Medium nutzen.

Twitter-Regeln:

  • Folgen Sie den Richtigen.
  • Treten Sie als Experte auf.
  • Twittern Sie kurz und prägnant.
  • Twitter schläft nicht – twittern Sie daher auch am Abend und am Wochenende!

Unter Profis

Die Business-Netzwerke XING und LinkedIn wiederum dienen als digitale Visitenkarten für Unternehmen, Manager und Fachexperten. Ein Profil auf XING oder LinkedIn eignet sich vor allem dazu, sich professionell zu präsentieren, Kompetenz zu vermitteln, Vertrauen aufzubauen und das eigene Netzwerk zu vergrößern.

Hausaufgaben gemacht?

Social Media-Marketing bedient sich nützlicher Inhalte, um dadurch Interesse und Begeisterung zu wecken. Experten warnen vor unüberlegten Schnellschüssen und empfehlen vorab eine Analyse von Status quo, Zielen und Ressourcen, das Entwickeln einer Strategie und eine laufende Kommunikation, die sich an einem zuvor entwickelten Redaktionsplan orientiert.

Social Media-Experte Peter Bachmann rät Unternehmen, vorab intern folgende Fragen zu klären:

    • Wird mittels Socia Media-Marketing ein Mehrwert für das Unternehmen und dessen Fans generiert?
    • Verfügt das Unternehmen über die erforderlichen Ressourcen (Zeit, Geld, kundige Mitarbeiter) für eine solche Marketingform?
    • Passt Social Media-Marketing zur Unternehmensstrategie?
    • Auf welchen Plattformen ist die Zielgruppe aktiv?

Was bringt’s?

Wer Social Media für Unternehmenszwecke effektiv nutzt, profitiert auf mehreren Ebenen, unter anderem durch

  • zusätzliche, schnelle Informationsverbreitung,
  • Verbesserung des Service,
  • verstärkte Kundenbindung,
  • direkten Dialog,
  • Einblicke in die „öffentliche Meinung“,
  • vereinfachtes Recruiting,
  • Wissensmanagement sowie
  • optimierte Vertriebsprozesse.

Social Media, Foren und Blogs sind nicht die Plattform für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen. Was Ihre Nutzer, Follower und Abonnenten schätzen, sind Angebote, Erlebnisse rund um die Marke, Rabatte und Gutscheine, aber auch Informationen.

Der „direkte Draht“ zum Unternehmen vermittelt das Gefühl, persönlich wahrgenommen zu werden. Über Social Media können Bekanntheit der Marke und die Loyalität zur Marke verbessert werden. Indem Sie das Interesse der Meinungsführer wecken, binden Sie eine relevante Community in Ihre Aktivitäten ein.

Social Media-Kommunikation ist ehrlich, leidenschaftlich und interaktiv. Bieten Sie Lösungen an, beweisen Sie Persönlichkeit und schauen Sie über den Tellerrand. Ihr Unternehmen wird hinsichtlich Image und Meinungsbildung davon profitieren!